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Holunderblüten

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sambucus nigra, HOLUNDERBLÜTEN

Beschreibung

Lateinischer Name: Sambucus nigra
Pflanzenfamilie: Geissblattgewächse
Herkunft: Europa, Nordamerika

Holunderblüten: ein Reichtum für die Gesundheit

Der Holunderstrauch kann zwischen drei und sieben Metern hoch werden und ist erstaunlich langlebig. Man findet ihn häufig am Waldrand. Er braucht viel Sonne und wächst in frischem Gehölz, in Hecken und am Flussufer. In der Blütezeit von Juni bis Juli bilden sich weisse Blüten mit dem typischen Duft.
Schon im antiken Griechenland war die wohltuende Wirkung des Holunders bekannt, und in der Mythologie sind die schwarzen kugelförmigen Beeren als Götternahrung beschrieben. Galien, ein griechischer Arzt aus dem II. Jahrhundert, verschrieb Holunder zur Heilung von Erkältungskrankheiten und gegen übermässige Schleimbildung. Die Amerindianer in Nordamerika schrieben dem weissen Holunder (Sambucus canadensis), dessen Inhaltsstoffe die dem europäischen ähnlich sind, die gleichen Eigenschaften zu. In Québec ist der Holunder in der Medizin sehr bekannt.

Eine «fahrende Apotheke»

In ganz Europa ist die schleimlösende, harntreibende, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung des Holunders bekannt. Diese gewöhnliche und häufige vorkommende Pflanze wird wegen ihrer zahllosen therapeutischen und prophylaktischen Eigenschaften häufig als «fahrende Apotheke» bezeichnet. Im Frühjahr wird sie zur Reinigung des Körpers von den im Winter angesammelten Schadstoffen benutzt. Unsere Grossmütter hatten den Holunder sowohl für die Gaumenfreuden als auch zur Behandlung von Krankheiten immer in ihrer Nähe.